Kinderkrankheit Scharlach

Scharlach ist eine Kinderkrankheit, die durch eine Infektion mit Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken verursacht wird. Die Übertragung der Bakterien erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion und es dauert etwa zwei bis drei Tage bis die Krankheit ausbricht. Die Gifte der Streptokokken verursachen die typischen relativ plötzlich auftretenden Symptome wie hohes Fieber, Halsschmerzen, „Himbeerzunge“ . Hinzu kommen eventuell grippeähnliche Symptome wie Kopf-und Gliederschmerzen. Manche Kinder haben auch am ersten Tag Bauchschmerzen oder müssen sich übergeben. Zusätzlich entwickelt sich nach etwa zwei Tagen ein rötlicher Ausschlag zunächst an Brustkorb, später breitet er sich am ganzen Körper aus. Die Ausprägung des Ausschlages ist sehr unterschiedlich. Manche Betroffene haben einen sehr starken Ausschlag, andere haben fast gar keinen Ausschlag. Nachdem die kleinen roten Flecken langsam wieder verschwinden, fängt die Haut an sich zu schälen, insbesondere an den Händen und Füßen.

In einigen Fällen kann eine Scharlachinfektion auch von einer Mittelohrentzündung, einer Nasennebenhöhlenentzündung oder einer Lungenentzündung begleitet sein. Außerdem kann nach der Erstinfektion akutes rheumatisches Fieber auftreten. Zu Folgeschäden kann es kommen, wenn die Krankheit nicht richtig auskuriert wird.

Die Diagnose kann anhand der typischen Symptome wie der geröteten Zunge und dem typischen Hautausschlag gestellt werden. Die äußeren Krankheitszeichen reichen jedoch meist für eine sichere Diagnose nicht aus, da auch verschiedene Viren ähnliche Symptome hervorrufen können. Aus diesem Grund führt der Arzt bei Verdacht auf Scharlach einen Nachweis von Streptokokken mit einem Schnelltest oder einer bakteriologischen Kultur durch.

Scharlach wird mit dem Antibiotika Penicillin behandelt. Die Behandlung dauert in der Regel 10 Tage und die Kinder sind meist nach etwa 24 bis 48 Stunden wieder beschwerdefrei. Ziel der Therapie ist es die Symptome wie Fieber, Hals- und Kopfschmerzen, Husten und Übelkeit zu mildern und Komplikationen auszuschließen. Zusätzlich können weitere Maßnahmen nötig sein, um unangenehme Symptome zu lindern. Gegen Halsschmerzen helfen Lutschpastillen, Halswickel oder Tee zum Gurgeln. Vorsicht ist jedoch bei ganz kleinen Kinder geboten, da diese beides nicht können. Bei Unsicherheiten sollte der Arzt zu Rate gezogen werden. Solange das Kind Fieber hat, sollte es im Bett bleiben. Wichtig ist es für das Kind viel zu trinken, damit sich der Schleim löst und abgehustet werden kann. Bei nächtlichen Hustenanfällen, sollte für eine kühle und feuchte Raumluft gesorgt werden.

Eine Impfung gegendie Kinderkrankheit  Scharlach gibt es nicht. Kinder und Erwachsene können sich selbst nach einer Überstandenen Infektion erneut anstecken. Zur Vorbeugung sollte der direkte Kontakt mit an Scharlach erkrankten Personen vermieden werden.

Bild-Quelle:

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Kommentar zu “Kinderkrankheit Scharlach”

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