Skoliose

Diagnose: Skoliose Die Wirbelsäule ist unser zentrales Stütz- und Bewegungsorgan. Wenn sie gesund ist, hat sie eine vorgegebene Form, damit sie ihre Aufgaben perfekt erfüllt. Blickt man von hinten auf die Wirbelsäule, so ist sie komplett gerade und keine Wirbel sind verdreht. Von der Seite gesehen hat sie die klassische doppelte S-Form. Diese spezielle Struktur macht es möglich, dass man Erschütterungen beim aufrechten Gang abfangen kann.

Ist die Wirbelsäule jedoch deformiert, so spricht man von Skoliose. Die Fehlstellung ist gekennzeichnet durch deren seitliche Verkrümmung und Verdrehung einzelner Wirbel. Meist tritt sie im Kindes- und Jugendalter auf während der Wachstumsphase und verschlechtert sich im Laufe der Zeit. In diesen Fällen (ca. 90%) bleibt die Ursache unbekannt, die Erkrankung wird als Wachstumsdeformität betrachtet und idiopathische Skoliose genannt. Andere bekannte Auslöser hingegen sind angeborene Fehlbildungen, Schädigungen von Muskeln oder Nerven sowie Unfälle und bestimmte Krankheiten. Mädchen sind dabei 7-8 mal häufiger betroffen als Jungen.

Durch Untersuchungen des Orthopäden lässt sich eine Skoliose leicht feststellen. Auf den Röntgenbildern von vorne und vom Profil ist die Form der Wirbelsäule klar erkennbar und lässt den Ausmaß der Veränderung einschätzen. Dazu benutzt man die Bestimmung des Skoliosewinkels nach John Robert Cobb. Zur Unterstützung der Diagnose wird auch ein sogenannter Adams-Test durchgeführt, bei dem der Betroffene sich vorbeugen muss.

Wenn nicht früh genug behandelt nutzt sich die Wirbelsäule auf Dauer immer weiter ab. Mit fortschreitendem Alter treten daher vermehrt Beschwerden auf. Durch die Fehlstellung und falsche Belastung entstehen Rückenschmerzen auf Grund des Verschleißes der Wirbelsäule und der Überlastung der umgebenden Muskulatur, die den Fehler auszugleichen versucht. Bewegungseinschränkungen sind auch eine Folge, man wird zusehends steifer. Durch die Verkrümmung des Rumpfes können bei schweren Skoliosen auch organische Beschwerden auftreten, da Lunge, Herz oder die Bauchorgane in ihren Funktionen eingeschränkt sind.

Je stärker die Abweichung der natürlichen Form ist, desto stärker sind auch die Symptome, sprich Beeinträchtigungen. Bei Kindern und Jugendlichen verursachen skoliotische Veränderungen nur selten Beschwerden, eine eingeschränkte Lungenfunktion ist aber auch da schon messbar. Häufiger ist da der psychologische Aspekt der wichtigste, da man die Skoliose sieht und sich die Patienten für ihr Aussehen schämen, zum Beispiel bei Schwimmbad-Besuchen.

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad, der Ursache und dem Alter der Patienten. Ist die Skoliose noch nicht sehr ausgeprägt, wird man erst einmal mit Krankengymnastik versuchen, eine gesunde Form zu erreichen. Später wird auch ein Korsett als Behandlungsmethode eingesetzt. Ist die Skoliose schon ausgeprägt, erfordert es die Korrektur durch eine Operation. Es ist wichtig, schon früh Behandlungsmaßnahmen zu ergreifen, da die Aussichten auf Heilung dann besser sind.

[LL]

Bild: Rigo M, Negrini S, Weiss HR, Grivas TB, Maruyama T, Kotwicki T; SOSORT. Scoliosis 2006, 1:11. / de.wikipedia.org

2 Kommentare zu “Skoliose”

  1. […] Haltung bewahren Nur wenn die Wirbelsäule gerade gehalten wird, können sich keine Verspannungen einschleichen, da die Muskeln die […]

  2. Hallo!

    Habe vor genau 4 Jahren die Atlaskorrektur machen lassen. Hatte vorher immer Kopf- und Nackenschmerzen einseitig links und eine Skoliose mittleren Grades. Vor allem, wenn ich nachts auf dem Bauch gelegen habe, konnte ich den Kopf nie lange in der linken Richtung liegen lassen. Dann hat es sofort angefangen, überall weh zu tun.

    Ich konnte von der ersten Nacht an, nach der Atlasbehandlung, den Kopf deutlich besser nach links drehen und so auch liegen bleiben.

    Was mich am meisten begeistert hat: Nach 2 Tagen konnte ich im Spiegel sehen, dass mein Hohlkreuz verschwunden war! Da ich hauptsächlich wg. der Skoliose, Kopf- und Nackenschmerzen die Atlaskorrektur habe machen lassen, hatte ich damit überhaupt nicht gerechnet.

    Mein Rücken hat sich selber wieder aufgedreht und die Verkrümmungen wie auch die Schmerzen sind innerhalb eines Jahres weg.

    Ich kann nur jedem mit ähnlichen Beschwerden empfehlen, einmal prüfen zu lassen, ob der Atlas richtig steht.
    http://www.atlantotec.com/ : Sie können zwar nicht Wunder vollbringen, aber bei mir ist ganz sicher eines geschehen! Und wie ich gelesen und gehört habe, bei vielen anderen auch…