Sonnenkuss, Sonnenschutz, Ole!

Damit er auch ja nicht verbrennt!Man kann zwar nicht unbedingt behaupten, dass die Sonne es zur Zeit darauf anlegt, aber sie hat eine wahnsinnige Kraft, die wir häufig unterschätzen. Außerdem darf (besonders) Frau ja noch hoffen und sich provisorisch auf den Sommer vorbereiten!

Dass man mich vor der Sonne schützen muss, dürfte mittlerweile jedem geläufig sein. Doch wie stellt man das am besten und effektivsten an?

Ja, es ist ziemlich „trendy“ braun gebrannt aus der weißen Sommermode hervor zu lugen und dafür stellt die Frau des 21. Jahrhunderts auch ziemlich viel an. Aber ich bitte euch, es hört doch auf, wenn sich eine ca. 60-jährige Dame neben mir am Playa del Ingles in Gran Canaria alle 20 Minuten mit ihrem Cocos-Bräunungsbeschleuniger einreibt und, bitte glaubt mir, schon schwarz von der Sonne ist.

Nein, das würde ich dann nicht gesunde oder effektive Hautpflege nennen… Zumal diese Bräunungsbeschleuniger keinerlei Sonnenschutzfaktor besitzen („Sonnenschutzprodukte“ mit Schutzfaktor 4 gelten nicht mehr als Sonnenschutzmittel), sondern die Sonne eben noch stärker wirksam machen.

Was bewirken Sonnenschutzmittel denn nun genau?

Als Grundeigenschaft ermöglichen Sonnenschutzmittel als Creme oder Milch einen längeren Aufenthalt in der Sonne ohne den hässlichen und schmerzhaften Sonnenbrand hervorzurufen. Unsere Haut hat einen grundsätzlichen Eigenschutz gegenüber der Sonne. Die Sonneneinstrahlung in heißeren Gebieten ist jedoch stärker, als es die menschliche Haut verträgt. Wir müssen sie deshalb durch sogenannte Sonnenschutzmittel schonen.

Aber nicht nur auf die klassische Sonnenschutzkosmetik sollte in der Sonne geachtet werden. Kleidung ist z.B. grundsätzlich der simpelste Schutz, bieten jedoch keinen kompletten Schutz für unsere Haut. Denn Baumwolle lässt etwa sechs Prozent der UV-Strahlen durch, im nassen Zustand sogar 20 Prozent!

Und auch so schön die tollsten modischen Brillen auch sein mögen, wer seine Augen vor den UV-Strahlen schützen will, sollte bei erhöhter Strahlenkraft auf diese verzichten und auf eine Brille mit extra UV-Schutz zurück greifen. Denn, ja liebe Mädels, auch auf unsere schönen Äuglein muss geachtet werden. Und wenn wir schon gerade dabei sind: unsere Haare, das Heiligtum einer jeden Frau, werden von der heißen Sonne und dem Meersalz stark strapaziert. Abhilfe: Hut tragen, Haare nach dem Baden im Meer abduschen und mit Feuchtigkeitssprays (manchmal sogar selbst mit UV-Schutz) verwöhnen!

Und was ist dann der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel länger man mit Hilfe des Sonnenschutzmittels ohne Probleme in der Sonne bleiben kann. Der LSF zeigt jedoch nur die Schutzwirkung der Sonnencreme- oder Milch gegen UV-B Strahlung aus. Da aber auch UV-A- Strahlen die Haut schädigen, muss ein zweiter Faktor beachtet werden, der UVA-Schutz.

Ein Sonnenschutzmittel muss dabei diese Kriterien erfüllen, damit wir ihm voll vertrauen können:

  • Lichtschutzfaktor (LSF bzw. UV-B-SF; englisch SPF): muss mindestens 6 betragen!
  • UVA-Schutz (UV-A-SF): muss mindestens ein Drittel des Lichtschutzfaktors betragen!
  • Schweiß- und Wasserfestigkeit
  • Gute Haftung und Verträglichkeit auf der Haut
  • Resistenz gegen Licht, Luft und Hitze

Und all das, da die Folgen des Sonnenbads ohne ausreichenden Sonnenschutz wirklich nicht angenehm sind. Sie können vorzeitige Hautalterung, Schädigung des Erbguts und erhöhte Anfälligkeit für Hautkrebs sein.

Passt auf euch auf und viel Spaß beim eincremen und einschmieren!

[LS]

Bild: nimkenja/pixelio.de

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