HILFE – Besenreiser

Der Graus jeder Frau ab dem 20. Lebensjahr…diese blöden und  hässlichen Äderchen!
Ein Mal zu viel Muttis oder Omis Beine begutachtet, in der Fußgängerzone mit dem Kopf zu den Beinen sämtlicher Mitmenschen geneigt, ergreift der Gedanke schnell Besitz von uns: „Wir müssen das selbe Schicksal ertragen…es führt kein Weg daran vorbei!“
Ganz so aussichtslos ist die Situation jedoch nicht. Besenreiser sind zwar eine weit verbreitete Plage (bei 60% aller 20- bis 29-Jährigen sollen sie bereits auftreten) und sind tatsächlich vererbbar, doch mit einigen Tricks lassen sich die lästigen Biester vorbeugen, aber auch beseitigen.

Doch ganz von Anfang: Besenreiser gehören zu der Gruppe der Varikose (des Krampfaderleidens, bzw. der Venenerkrankung). Sie sind die leichteste und ungefährlichste Form dieser (80% aller Varikose-Patienten leidet „nur“ an Besenreisern).

Besenreiser sind relativ leicht erkennbar (sogar in der Fußgängerzone!), da sie direkt unter der Hautoberfläche verlaufen. Sie zeichnen sich durch ihre Netz- oder Fächerform aus und erinnern an verästelte Zweige. Ihr Aussehen brachte sie deshalb auch zu ihrem Namen. Denn der Wortbestandteil „Reiser“ stammt aus der Botanik und bedeutet in etwa „Zweig“ (oder Reisig)!

Ursachen:

  • Die häufigste Ursache der Besenreiser ist die angeborene Veranlagung für eine Bindegewebsschwäche.
  • Die hässlichen Äderchen können jedoch genauso die Folge einer Stauung im Venensystem sein.
  • Ebenfalls positiv auf die Bildung von Besenreisern wirken: langes Stehen, Sitzen, Autofahrten oder Fliegen, Übergewicht, aber auch starke Gewichtsabnahme, Bettlägerigkeit, mangelnde Bewegung, hochhackige Schuhe, die Antibabypille, Rauchen und eine Hormonersatztherapie (Das Hormon Östrogen lässt z.B. die Venenwände erschlaffen.)

Die zuletzt genannten Faktoren stören alle das Zusammenspiel von Muskelpumpen und Venenklappen. Die Venenklappen verhindern normalerweise das Zurückfließen des Blutes in die Venen der Beine, arbeiten demnach gegen die Schwerkraft. Wenn deren Arbeit oder Funktionsweise jedoch gestört wird kann das Blut ungehindert in die Venen zurück fließen: die Beine werden „schwer“! Es ist ein erhöhter Druck in den Beinen entstanden, der auf den Venen lastet. Diese erschlaffen nach lang andauerndem Druck und dehnen sich aus. Uns werden sind sie als die lästigen Besenreiser sichtbar.

Was kann ich gegen die Besenreiser tun:

  • Zuerst einmal solltest du dich bei deinem Arzt melden und die Besenreiser kontrollieren lassen. Sie können nämlich die Vorboten von Krampfadern sein oder ein erster Hinweis auf eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems sein.
  • Das häufige Hochlegen der Füße lindert den Druck auf die Veben. Auch nachts solltest Du die Füße etwas höher legen als den Kopf.
  • Kaltes Wasser auf die Beine, Ingwer, Chili und Pfeffer regen  die Durchblutung an!
  • Hilfreich ist es oft (besonders auf langen Reisen) Kompressions- oder Stützstrümpfe zu tragen.
  • Generell sind Sport, viel Bewegung und eine gesunde Ernährung die besten vorbeugenden Mittel gegen Besenreiser.

Die Behandllung:

  • Verödung (Sklerotherapie): ein geeignetes Verödungsmittel wird direkt in die Besenreiser eingespritzt.
  • Oberflächlich liegende vereinzelte Besenreiser kannst Du auch mit speziellen Lasern behandeln lassen.

Besenreiser und Schwangerschaft:
In der Schwangerschaft klagen Frauen vermehrt  über Krampfader- und Besenreiser-Bildung. Im Normalfall (bei 80% der Betroffenen) verschwinden diese in den ersten 4-6 Wochen nach der Geburt wieder!

Bild: joeracer/flickr.com

[LS]

Kommentar zu “HILFE – Besenreiser”

  1. Besenreiser können wirklich sehr schlimme Folgen haben. Meine Oma war schwer von Besenreisern und Krampfadern betroffen, wollte aber einfach nicht zum Arzt gehen. Anfangs. Als nämlich die Krampfadern eine Thrombose ausgelöst hatten, musste sie zum Arzt. Mit Besenreisern sollte man nicht spaßen. Ein Arztbesuch ist bei Krampfadern sicher nicht verkehrt!