Sonnenbrand – Die Haut verzeiht nichts

Wer hat es noch nicht erlebt? Man legt sich in die Sonne möchte ein wenig entspannen und sich von der Sonne wärmen lassen, man vergisst die Zeit und plötzlich hat man einen mittleren oder größeren Sonnenbrand. Dann ist es meist auch schon zu spät und die Haut juckt und spannt unangenehm.

Der Sonnenbrand wird hervorgerufen wenn die Haut der kurzwelligen Sonnenstrahlung oder künstlichem UV-Licht zu lange und ohne Schutz ausgesetzt wird. In der Fachsprache spricht man dann von einer Dermatitis Solaris, die eine Entzündung der Haut hervorruft. Die Haut ist gerötet, angeschwollen, juckt und in besonders schweren Fällen kann es sogar zur Blasenbildung kommen.

Meist bemerkt man den Sonnenbrand auch erst etwas später, denn die Folgen erreichen ihren Höhepunkt meist erst 12 bis 36 Stunden nach dem Sonnenbad. Deshalb ist es wichtig sofort nach dem Sonnen die Haut entsprechend zu pflegen.

Eine weitere Sonnenbestrahlung sollte auf jeden Fall vermieden werden, bis dieser vollständig ausgeheilt ist. Kühlende Cremes oder Gels eignen sich, um die Haut zu beruhigen und Feuchtigkeit zu spenden. Hier eignen sich besonders Cremes mit Aloe Vera, welche beruhigend wirken. Auf teure Aprés-Sun-Lotionen kann in der Regel verzichtet werden. Diese beruhigen zwar und spenden Feuchtigkeit, helfen aber nicht bei der Heilung an sich. Eine einfache Feuchtigkeitscreme ist in diesem Fall ebenso wirksam und schont den Geldbeutel.

Ist der Sonnenbrand stark, sollte die betroffene Stelle unbedingt gekühlt werden. Vorsicht, es sollte aber nicht eiskalt sein und auf keinen Fall mit Eisbeuteln gekühlt werden.

Auch schmerzstillende Gels, die den Wirkstoff Hydro-Cortison enthalten sind zu empfehlen und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Sind die Schmerzen sehr groß hilft auch die Einnahme von Aspirin oder Ibu Profen. Diese lindern den Schmerz und wirken zusätzlich entzündungshemmend.

Wer gerade keine Apotheke aufsuchen kann oder in der Nähe hat, kann auch auf altbewährte Hausmittel zurückgreifen und die betroffene Hautstelle mit kühlem Joghurt oder Quark bestreichen. Diesen ca. 30 Minuten einziehen lassen und anschließend mit lauwarmen Wasser abwaschen. Die Stiftung Warentest empfiehlt unter anderem kalte Umschläge mit Essig oder Kamille zu machen, diese lindern Schmerzen und Entzündung.

Vorsicht ist geboten wenn zum Sonnenbrand zusätzlich Symptome wie Fieber und Erbrechen hinzukommen. In diesem Fall handelt es sich wahrscheinlich um einen Sonnenstich und es sollte ein Arzt konsultiert werden. Sind Brandblasen entstanden sollte unbedingt auch ein Hautarzt aufgesucht werden.

Um einen Sonnenbrand gar nicht erst entstehen zu lassen sollte man vor dem Sonnenbad ein paar Grundsätze beachten.

  1. Entsprechenden Lichtschutzfaktor benutzen und mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnen auftragen
  2. Direkte Sonneneinstrahlung und Mittagshitze vermeiden
  3. Nach dem Baden immer wieder nachcremen
  4. Sonnenterassen wie Stirn, Nase, Schultern und Dekolleté ausreichend schützen
  5. Ausreichend Flüssigkeit trinken
  6. Kinder sollten am besten nur mit Kleidung in die Sonne und niemals ohne Kopfschutz

Viele Menschen unterschätzen immer noch die Gefahren der Sonneneinstrahlung und schützen sich nicht richtig und nehmen Sonnenbrände in kauf. Was dann droht ist Hautkrebs und der ist weit weniger ansprechend. Die Haut verzeiht nichts, deshalb sollten sie unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten.

[CG]

Bild/Flickr/holisticmonkey

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