Gastritis (Magenschleimhautentzündung)

wenn der magen rebelliert
Die Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut, die durch ein Ungleichgewicht von Magensäure verursacht wird. Oft sind es schon kleinere Beschwerden, wie leichte Magenschmerzen, Übelkeit oder Völlegefühl, die auf eine Entzündung hinweisen können. Aber auch Stress kann ein Auslöser sein.

Man unterscheidet zwischen einer akuten Gastritis (mit den eben beschriebenen Symptomen) und einer chronischen Gastritis, die durch Bakterien verursacht wird. Im Gegensatz zu der chronischen Gastritis heilt die akute Gastritis nach Beseitigung der Grunderkrankung aus. Für die chronische Gastritis ist vor allem ein Bakterium (helicobacter pylori) der Auslöser. Man kann ihn heutzutage schon mit einem Atemtest nachweisen. Da die chronische Gastritis oft symptomlos verläuft, leiden viele Menschen unbemerkt an ihr. So kann es unter Umständen zu einem Magengeschwür kommen. Eine genaue Abklärung ist nur durch eine Magenspiegelung (mit einer Gewebeprobe) beim Arzt gegeben. Auch eine Sonographie gibt dem Arzt schon ein Bild vom Magen.

Auf den Körper hören

Ob man eine Gastritis hat, kann man auch schon selbst feststellen: Wenn man beim Abtasten unterhalb des Brustbeins und vom Oberbauch Schmerzen hat. Eine akute Gastritis kann auch in eine chronische Gastritis übergehen. Beschwerden wie Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen oder Blähungen können aber auch auf andere Krankheiten hinweisen, daher ist es wichtig eine genaue Anamnese durchzuführen. So können Magenschmerzen mit Übelkeit auch auf einen Herzinfarkt hinweisen.

Die richtige Ernährung kann helfen

Bei einer akuten Gastritis sollte man auf alkoholische und kohlensäurehaltige Getränke, Kaffee und säurehaltige Getränke verzichten. Am Besten man trinkt Wasser oder lauwarmen Tee; auch das Rauchen sollte man möglichst einstellen. Essen kann man Haferschleim oder Zwieback, auf scharf gewürzte Speisen sollte zunächst verzichtet werden. Eventuell verschreibt der Arzt entsprechende Medikamente, wie z.B. säurebindende Mittel oder Mittel gegen Übelkeit.

Bei der chronischen Gastritis (helicobacter pylori) hat sich mittlerweile eine Behandlung mit zwei Antibiotika und einem Protonenpumpenhemmer gut bewährt.

Damit es erst gar nicht zu einer Gastritis kommt, sollte man sich ausgewogen ernähren, d.h. nicht zu heiß, zu kalt, zu süß, zu scharf und zu fett.

Bild: © detailblick – Fotolia.com

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