Zyklusstörungen


Zyklusstörungen sind Abweichungen vom normalen Zyklus der Frau. Wohl jede Frau hat in ihrem Zyklus schon einmal Erfahrungen mit solchen Störungen gemacht. Zyklusstörungen werden in fünf große Gruppen eingeteilt.

Gruppen von Zyklusstörungen

Eine Form von Zyklusstörungen sind Unregelmäßigkeiten im Blutungsrhythmus. Als normal wird ein Blutungsrhythmus bezeichnet, wenn es alle 21 bis 35 Tage zur Regelblutung kommt. Zyklusstörungen können sich zudem durch Abweichungen der Blutungsstärke äußern. Dabei kommt es zu einer zu schwachen oder einer übermäßig starken Regelblutung. Letzteres äußert sich durch den Abgang von größeren Blutklümpchen und den Verbrauch von mehr als fünf Monatsbinden oder Tampons täglich.

Unregelmäßigkeiten in der Blutungsdauer können ein weiteres Anzeichen von Zyklusstörungen sein. Hierbei haben betroffene Frauen entweder eine überlange Periode mit einer Blutungsdauer von acht bis zehn Tagen oder verkürzt eine verkürzte Periode mit einer Blutungsdauer von nur wenigen Stunden bis 1,5 Tagen.

Auch Zwischenblutungen innerhalb des Zyklus gehören zu den Zyklusstörungen. Disharmonien im Zyklus können sich auch durch das völlige Ausbleiben der Periode äußern. Hierbei kommt es für drei oder mehr Monate nicht zu einer Regelblutung.

Eine letzte Zyklusstörung, von der besonders viele Frauen betroffen sind, ist die schmerzhafte Regelblutung. In diesem Fall wird die Regelblutung von Unterleibskrämpfen und einen allgemeinen Krankheitsgefühl begleitet.

Ursachen und Behandlung von Zyklusstörungen

Die Ursachen von Zyklusstörungen sind vielfältig. Der häufigste Grund sind Störungen im Hormonhaushalt der Frau. Darüber hinaus können aber auch organische Gründe oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane vorliegen. Oft sind auch psychische Belastungen, Stress, falsche Ernährung oder Leistungssport die Ursache von Zyklusstörungen.

Die Behandlung von Zyklusstörungen richtet sich nach dessen Ursache. Hormonell bedingte Zyklusschwankungen können leicht mit Hormonen, wie der Anti-Babypille behandelt werden. Liegen organische Gründe, zum Beispiel Veränderungen an den Geschlechtsorganen vor, ist ein operativer Eingriff nötig. Bei Stress und psychischen Ursachen kann autogenes Training oder Yoga Abhilfe schaffen.

Natürliche Hilfe
Das Führen eines Zykluskalenders kann hilfreich sein. Er ist sowohl für Frauen mit Kinderwunsch sinnvoll, um den Eisprung bestimmen zu können und liefert auch dem Arzt eine wichtige Grundlage zum Erkennen von Zyklusstörungen.
Die Einnahme von homöopathischen und pflanzlichen Mitteln kann Zyklusstörungen mindern. Besonders Mönchspfeffer wird eine zyklusregulierende Funktion nachgesagt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Heilkräutertees, die zur Erleichterung der Menstruation eingesetzt werden können. Frauenmantel wirkt zum Beispiel zusammenziehend und blutstillend bei starken Blutungen.

Haben Frauen die oben beschriebenen Probleme mit dem Zyklus, ist ein Besuch beim Frauenarzt sinnvoll, um die Gründe der Störungen herauszufinden und die Symptome entsprechend behandeln zu können.

Bild: © Piotr Marcinski – Fotolia.com

Comments are closed.